UFM8100C für Käseblöcke mit wechselnden Abmessungen: 3D-Erfassung und flexible Portionierung
Leitfaden zur Verarbeitung unterschiedlich großer Käseblöcke mit 3D-Scanning, Vorwiegen und Ultraschallschneiden im UFM8100C. Dieser Fachbeitrag betrachtet die Anforderungen aus Sicht von Käseherstellern, Produktionsingenieuren und Qualitätsverantwortlichen.
Herausforderung wechselnder Blockgrößen
In der industriellen Käseverarbeitung können Blöcke innerhalb einer Produktfamilie leichte Unterschiede bei Länge, Breite und Höhe aufweisen. Gründe können Formgebung, Zuschnitt oder unterschiedliche Chargen sein. Werden alle Blöcke nach einem starren Raster geschnitten, können Randstücke und Portionen unterschiedlich ausfallen. Für eine flexible Portionierung ist daher wichtig, die reale Geometrie zu erfassen und die Zielvorgaben klar zu definieren.
3D-Scanning als Grundlage
Das 3D-Scanning des UFM8100C-Konzepts kann die äußere Geometrie eines Blocks erfassen. Damit lassen sich Form und Lage vor dem Schneiden berücksichtigen. Eine zuverlässige Erfassung setzt voraus, dass die Blöcke sauber und reproduzierbar positioniert werden. Hersteller sollten auch definieren, wie mit beschädigten Kanten, abgerundeten Ecken oder Produkten außerhalb der erwarteten Abmessungen umgegangen wird.
Gewichtsinformation für die Portionierung
Vorwiegen ergänzt die Geometrie um eine Gewichtsinformation. Bei Blöcken mit unterschiedlicher Dichte oder Feuchtigkeit kann das Gewicht von den Abmessungen abweichen. Für gewichtsorientierte Portionen ist diese Information besonders relevant. Für geometrisch definierte Stücke kann dagegen das Raster im Vordergrund stehen. Die Zielsetzung muss vor der Prozessauslegung feststehen, damit die Messdaten sinnvoll genutzt werden.
Schneidplan an die Produktfamilie anpassen
Ein Betrieb kann mehrere Blockformate und Verpackungsgrößen verarbeiten. In diesem Fall sollte eine Produktmatrix erstellt werden, die Abmessungen, Rezeptur, Temperatur, Zielstück und Verpackung dokumentiert. Nicht jede Variante benötigt zwangsläufig einen vollständig anderen Prozess, aber die Eignung gemeinsamer Einstellungen muss getestet werden. Auch die Reihenfolge der Schnitte kann die Stabilität der verbleibenden Blockteile beeinflussen.
Ultraschallschnitt und Kantenqualität
Die ultraschallangeregte Klinge kann bei geeigneten Käsearten einen kontrollierten Schnitt unterstützen. Für variable Blockgrößen sollte geprüft werden, ob die Schnittkante über die gesamte Höhe gleichmäßig bleibt und ob sich Randstücke sauber lösen. Feste und weichere Käse können unterschiedliche Prozessparameter benötigen. Klingenform und Vorschub sollten deshalb mit repräsentativen Produkten abgestimmt werden.
Umgang mit Randstücken und Restmaterial
Bei variierenden Blockmaßen entsteht häufig Material, das nicht in das Standardformat passt. Der Hersteller sollte definieren, ob Randstücke als separate Produkte genutzt, erneut verarbeitet oder ausgesondert werden. Diese Entscheidung beeinflusst Ausbeute und Prozesslogik. Eine realistische Testauswertung erfasst deshalb nicht nur die Qualität der Hauptportionen, sondern auch Randverluste und die Verwendbarkeit von Reststücken.
Kontrolle nach dem Schneiden
Prüfen Sie jede Produktfamilie anhand von Gewicht, Maß, Kantenbild und Verpackungsfähigkeit. Achten Sie besonders auf die erste und letzte Portion eines Blocks. Wiederholen Sie den Test mit mehreren Chargen, um die Schwankungsbreite abzubilden. Eine dokumentierte Freigabe sollte festhalten, welche Blockbereiche und Rezepturen mit welchen Prozessbedingungen bearbeitet werden dürfen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann 3D-Scanning unterschiedliche Blockgrößen erfassen?
Es ist für die Erfassung der äußeren Geometrie vorgesehen; konkrete Messbereiche sind projektbezogen zu bestätigen.
Warum ist Vorwiegen bei Block Cheese sinnvoll?
Es ergänzt die Geometrie um das Gewicht und kann bei gewichtsorientierter Portionierung helfen.
Was geschieht mit unregelmäßigen Randstücken?
Der Hersteller sollte vorab eine Strategie zur Wiederverwendung, separaten Verarbeitung oder Aussortierung festlegen.
Muss jede Blockgröße separat getestet werden?
Mindestens repräsentative Größen und Grenzfälle jeder Produktfamilie sollten in die Bemusterung aufgenommen werden.
Kontakt und Schneidtest mit Ihren Käsemustern
Wir laden Molkereibetriebe, Produktionsingenieure und qualifizierte Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ein, mit Cheersonic über ihr Käse-Schneidprojekt zu sprechen und einen Schneidtest mit eigenen Mustern zu vereinbaren. E-Mail: market2@cheersonic.com
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Intelligentes Käseschneidesystem.

